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„Das
Duo strøm hat uns eine wunderbar bizarre Klangmikroskoplandschaft
hingezaubert; mitgebracht von einer Reise in den hohen Norden. 20 zufällig
angeordnete tracks changieren zwischen warmen Pulsen aus Holzblasinstrumenten
und fragilen, sirrenden Schleifen und brutzelnden Störgeräuschen.
Man fühlt sich in die Pionierzeit des Minimalimprov zurückversetzt;
dier Geist des ersten poire_z Albums weht hier durch die Arrangements.
Dabei kommt aber als wichtiges Update der human touch hinzu: die Figur
des Polarforschers und Aufzeichners wird bewusst mit ins Bild hineingenommen.
Große Entdeckung!“ zu himmeltindan,
zippo, www.aufabwegen.de
„Ein weisser Hemdsärmel ragt aus einem schwarzen Jackett, die Hand
in einer gekünstelten klangbegleitenden Geste. Die Finger krümmen sich
leicht, während die Hand herabfällt und langsam, wie auf einer Schiene
sich fortbewegend, vorwärtsgestossen, nach einem Regler greift. Dieser Regler
ist allmächtig. Sähe man nicht gleichzeitig einen Fuss nach einem Effektgerät
schnappen, wäre man geneigt, sich ganz diesem Regler anzuvertrauen. Dass
der Daumen sich den restlichen Fingern entgegenstellen kann, ist gemeiner Meinung
nach ein Vorrecht von Primaten. Das ist genau der Regler-Griff. Daumen und Zeigefinger
greifen danach, der Regler rollt sich dann seitlich dem Zeigefinger entlang ab.
Was sich zwischen meinen beiden Ohren abspielt, ist also nun in der Hand eines
anderen. Es ist ein von Reglern geregelter Musikstrom, eine von Händen und
Füssen und Atemluft getriebene Hektik, ein bisschen möblierte Zeit.
Durch meterlange Verkabelungen, Filter, analoge Geräte muss eine Bassklarinette
ihre Töne pusten. Es kommen ein paar Jazz-Takte, über die Jugendliche
lachen müssen. Warum deren Stühle, mitten in die leiseste Improvisation
hinein, so unruhig knarren, weiss ich schon: für sie muss es laut sein und
loops haben. Wiedererkennbare, minutenlange, bullernde Rhythmen. Was für
eine kleinliche Schadenfreude.
Gaudenz Badrutt und Christian Müller sind strøm. Strøm nicht
Strom, das ist norwegisch. Noch genauer: <strøm>. Eingeklammert.
Angesichts dieses Namens, einer Webseite, die shizophonic heisst, der unsäglichenSelbstbeschreibung
(„<strøm> glaubt an den heiligen Gral") – diese
Selbstironie unter modernen jungen Leuten! Eine Verpflichtung, Sie verstehen – passiert
ein Wunder: ihre Musik gefällt mir." a.fatton,
basel (www.fatton.ch), 22.05.04, zu nachtstrom XIV
„…strøm sind nicht nur Elektroniker, wie dies auf Anhieb
den Anschein erwecken könnte: sie sind Musiker, welche ihr elektronisches
Arsenal instrumental einsetzen und damit zu einer glasklaren musikalischen Aussage
gelangen.…“ bündner tagblatt, 17.05.03
„…gegenüber von Müller steht Gaudenz Badrutt. Aauch bei
ihm ist nicht sofort klar, wie seine Klänge und Geräusche entstehen.
Er dreht Regler, drückt Knöpfe, spielt Pianotöne, die unvermittelt
an Radiohead erinnern - ein völlig verkehrter Vergleich, dürfte doch
das meiste, was Müller und Badrutt als das Duo strøm fabrizieren,
aus dem Moment heraus entstehen.…“ bieler
tagblatt, 30.10.04
„…, sondern vor allem auch die Musik (von Gaudenz Badrutts und Christian
Müllers Formation strøm), die rhythmische Markierungen setzt, über
blosse illustration hinausreicht und in der Monologpassage kurz vor dem Finale
sogar opernhaft-pathetische Steigerungen riskiert.“ nzz,
7.9.06, anlässlich von 'buddenbrooks' am stadttheater bern
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